EU-Jugend-Begegnung in Calasparra:Die Jugendlichen berichten mit Photo-Show

Impressionen der Jugendbegegnung

EU-Jugendbegegnung in Calasparra – die Jugendlichen berichten


Am Samstag, den 13.Juli.2013 mussten wir schon um 4 Uhr morgens losfahren, um pünktlich unser Flugzeug in Stuttgart nach Alicante zu erreichen. Dort wurden wir dann freundlich von unseren spanischen Betreuern empfangen. Diesen ersten Tag verbrachten wir am schönen Sandstrand von Alicante. Mittags gingen wir ins Restaurant, wo wir zum ersten Mal das spanische Essen kennenlernten. Abends trafen wir dann unsere Gastfamilien, bei der wir für die nächste Woche wohnen durften. Nach dem Abendessen, das es erst um 22 Uhr gab, gingen wir müde von unserer langen Reise ins Bett.

Am Sonntag, den 14.Juli.2013 freuten sich alle auf eine Bootstour auf dem Fluss Segura. Diese stellte sich dann als Schlauchboottour heraus, bei der wir selber paddeln durften. Auf dieser Tour wurden uns an verschieden Stellen Malereien aus der Steinzeit gezeigt. Nicht weit entfernt steht eine Kirche, die in den Felsen gebaut wurde und die wir nach unserem Snack besichtigt haben. Sie ist ein Wahrzeichen von Calasparra. Nach dem offiziellen Programm trafen sich die meisten Teilnehmer im städtischen Freibad. Um 17 Uhr kamen dann auch die Franzosen nach einer langen Fahrt mit ihrem Bus in Calasparra an. Nun ging es zurück in die Gastfamilien.

Am nächsten Tag begann unsere Arbeit. Doch zunächst mussten wir uns gegenseitig vorstellen, damit jeder die anderen ein bisschen besser kennenlernte. Da die Schule, in der das ganze stattfinden sollte, keine Klimaanlage besitzt, musste diese Vorstellung nach draußen in den Schatten verlegt werden. Als Ersatzort wurde die klimatisierte städtische Bibliothek gefunden, in der das Programm in der restlichen Woche stattfand. Abends lernten wir die bezaubernde Altstadt von Calasparra kennen.

Am Dienstag, den 16.Juli.2013 fuhren alle in einem großen und einem kleinen Bus zu einem Campingplatz und dem dazugehörigem Strand. Dort durften wir verschiedene Wassersportarten ausprobieren, wie z.B. Windsurfen, Tretboot fahren und vieles mehr. Manche entspannten auch einfach nur am Strand und gingen im 24° Grad warmen Wasser schwimmen. Auf der Rückfahrt schliefen fast alle ein.

Der Mittwoch war dann wieder ein Arbeitstag: morgens  fanden verschiedene Workshops  zum Thema  „Bewältigung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa“ statt. Alberto zeigte uns, wie man einen europäisch einheitlichen Lebenslauf schreibt und Esperanza stellte den Aufbau einer Firma vor. Abends durften wir als Vorbereitung für das Erstellen unserer eigenen Firma eine Umfrage zur Marktforschung in der Innenstadt vor dem Rathaus machen.

Am Donnerstag, den 18.Juli.2013 durften wir dann unsere eigene Firma gründen. Durch die gute Vorbereitung der spanischen Betreuerin Esperanza kamen wir auf sehr viele gute Ideen. Um 20 Uhr hieß uns dann der Bürgermeister von Calasparra, Jesús Navarro Jiménez, herzlich willkommen. Einige unserer deutschen Teilnehmer hielten eine kurze Rede in spanischer Sprache. Selbst das regionale Fernsehen war zu diesem Empfang gekommen. Danach lud der Bürgermeister zu einem Beisammensein bei der Felsenkirche Santuario ein. Dort waren auch die Gastfamilien eingeladen. Es wurde ein lustiger und langer Abend mit einem phantastischen Tapas-Buffet und erfrischenden Sommergetränken, spanischer Gitarrenmusik, Gesang und Tanz – Lebensfreude pur!

Am Freitag, den 19.Juli.2013 besuchten wir zuerst eine Reisfabrik, die den für Calasparra typischen Bio-Reis anbaut und verarbeitet. Jeder Teilnehmer bekam ein kleines Päckchen Reis als Souvenir geschenkt. Danach gingen wir in ein Musikmuseum, in dem wir selbst ein historisches Instrument spielen durften. Am Nachmittag besuchten wir Caravaca de la Cruz. Dort hatten wir Zeit zum Shoppen. Abends ging es für uns Deutsche ans Koffer packen. Um den letzten Abend noch einmal so richtig zu genießen, trafen wir uns mit allen Teilnehmern um 22 Uhr noch einmal in der Stadt, um uns von allen zu verabschieden.

Am Samstag, den 20.Juli.2013 hieß es für die deutsche Delegation um 5.30 Uhr Abschied nehmen von den Gastfamilien und Calasparra. Auf dem Weg zum Flughafen war es sehr ruhig im Bus, da alle nach dieser anstrengenden, aber sehr schönen Woche schliefen.

 

Wir Jugendliche hatten in dieser Woche die Möglichkeit, ein anderes Land mit einer bisher unbekannten Kultur kennenzulernen. Darüber hinaus konnten wir unsere spanischen und französischen Sprachkenntnisse anwenden und verbessern. Viele von uns wussten nicht, wie hoch die Arbeitslosigkeit von Jugendlichen in Spanien  ist(50%). In den Workshops wurde den Teilnehmern u.a. vermittelt, nicht auf zu geben, sondern Eigeninitiative zu entwickeln.

Unser Dank gilt dem Vorstand von Europabaum, der uns diese Woche in Spanien ermöglicht hat und allen Betreuern und Organisatoren aus Donzdorf und Calasparra. Es war ein Erlebnis, das wir nicht so schnell vergessen werden.

Veronika Kindlein , Selina Bayer ,Gabriel Prügner