Reise in die Partnerstadt Riorges

Am Freitag, 20. Mai, starteten 20 Reisende zur Fahrt nach unserer französischen Partnerstadt Riorges. Eingeladen hatte das Comité de Jumelage anlässlich der „Fête des Fleurs et des Produits du Terroir“ (Stadtfest mit Markt für Pflanzen und Produkte der Region).
Die große Pause auf der 700 km langen Reise nutzen wir, um die Festung Neu-Breisach im Elsass zu besichtigen. Der französische König Ludwig IVX hatte seinen Festungsbaumeister Vauban Ende des 17. Jahrhunderts beauftragt, die neu gewonnene französische Ostgrenze mit mehreren Anlagen dieser Art, darunter auch Neu-Breisach, zu sichern. Der gut informierte Stadtführer konnte uns nicht nur die sternförmig angelegten Festungswälle und –gräben mit ihren bautechnischen Besonderheiten erklären. Er gab auch einen Überblick über die im Inneren schachbrettartig angelegte Stadt und ihre Entwicklung im Laufe der letzten 300 Jahre.
Am frühen Abend erreichten wir dann unser Ziel – Riorges. Die ebenfalls eingeladene spanische Delegation aus Calasparra kam wesentlich später an. Das erste Zusammentreffen  der französischen Gastgeber mit ihren spanischen und deutschen Gäste fand dann am Samstagvormittag im Park Beaulieu statt. Mehrsprachige Begrüßung – „Que tal, comment ca va, wie geht es dir? – Bonjour, guten Tag, buenos días“ – freundschaftlich, herzlich und lautstark. Bei der offiziellen Eröffnung des Festes dankte Bürgermeister Chervin den ausländischen Gästen für ihr Kommen und wünschte einen angenehmen Aufenthalt.
Bei wunderschönem Sommerwetter luden die Gastgeber zum Mittagessen im Parc Beaulieu ein, abends wurde im Bürgerhaus von Le Pontet gegrillt.
Für Sonntagvormittag hatte das Comité de Jumelage die Besichtigung des Schlosses von La Palisse mit tausendjährigen Grundmauern und bis zu fünfhundert Jahren alten Einrichtungsgegenständen geplant. Die für Nachmittags angesetzte Stadtbesichtigung in Vichy ging größtenteils im Regen unter. Nur durch die verregneten Scheiben des „Petit train“  konnte man die besonderen Jugendstil-Fassaden dieser Stadt erahnen. Auch beim gemeinsamen Abendessen im Restaurant „Le Belvédère“ in Commelle-Vernay war von der „einzigartigen“ Aussicht nicht zu sehen.
Insgesamt gesehen aber verließen wir am Montagvormittag – reich an neuen Erfahrungen und Eindrücken – unsere Freunde in Riorges, dankten ihnen für ihre Gastfreundschaft und luden sie zum nächsten Besuch nach Donzdorf ein.

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